Elektro Kartbahn Karlsruhe

Auch wenn unsere neue URL nur auf spezielle Outdoorberichte schließen lässt, berichten wir regelmäßig nicht nur zu klassischen Outdoorthemen, sondern auch zu sämtlichen Fun- und Actionsportarten. Hierzu gehört der erste Eventbericht des Jahres auf der Elektro-Kartbahn in Karlsruhe. In diesem Bericht feiern wir zugleich die Premiere unserer HD Hero Pro Cam (Amazon Affiliate Link)die als Helmkamera zum Einsatz kam (Video am Ende des Artikels).

Seit August 2010 kann man in Karlsruhe ganz ohne Lärm und Benzingeruch auf über 3000m ² die Reifen quietschen lassen. Die 14 Kart starke Flotte wird komplett mit Batterien betrieben. 11,5 PS und bis zu 60 km/h bringen die Elektroboliden auf die 330m lange Strecke. Für die kleinen Gäste lassen sich die Karts in der Geschwindigkeit drosseln, so dass man bereits mit 7 Jahren und mind. 1,30m im Sattel sitzen kann.

Wir waren zu sechst am Start und wurden nach der üblichen Unterschrift auf der Haftverzichtserklärung in die Elektrokarts und den Streckenzeichen eingewiesen. Gebucht waren 3x 15 Runden, hierbei 15 Runden Warm up, 15 Runden Qualifying und 15 Runden Rennen für 33,00€ inkl. Freigetränk, Siegersekt und Medaillen. Telefonisch informierte man uns über ca. eine Stunde Fahrspaß, insgesamt waren wir 3 Stunden in der Kart Bahn. Zwischen den einzelnen Parts wechseln anwesende Gruppen ab. Samstag Mittags können die Pausen zwischen Qualifying und dem Rennen aufgrund des hohen Andrangs dann doch etwas länger sein.

Die Leistung der Karts ansich lässt sich mit klassisch motorisierten Karts in anderen Indoor Kartbahnen vergleichen. Der röhrende Benzinersound fehlt. Die Halle wird von quietschenden Reifen und der Stereo Anlage gefüllt. Gewöhnungsbedürftig – dem Fahrspaß tut es dennoch keinen Abbruch. Die Strecke ansich ist abwechslungsreich, jedoch mit 330 Meter etwas kurz. Planet Kart in Mannheim bietet Indoor 480 Meter und kann bei gutem Wetter 150 Meter über den Outdoorbereich zugeben, gesamt 630 Meter. Das Kartcenter Landau hat insgesamt 660 Meter Strecke, ohne Outdoorbereich 430 Meter.

Technisch ist die noch junge Bahn noch nicht auf dem Level wie man ihn z.B. in Mannheim erleben kann. Die Beamerleinwand ist so aufgestellt, dass der Fahrer sie nicht einsehen kann. Während der Fahrt ist es demnach nicht möglich seine aktuelle (Qualifying) Platzierung zu checken. Das hat man in Mannheim immer im Blick. Generell ist die Beamer Infotafel sehr unübersichtlich. Erst der Ausdruck, den man nach dem Rennen an der Theke erhält, gibt Aufschluss über gefahrene Zeiten und Platzierung.

Eine Startampel fehlt. Das Rennen wird mündlich über “Auf die Plätze, fertig, los” gestartet. Auch hier geht etwas an Rennflair verloren.

Zum größten Manko zählt die aktuell mangelhafte Zeiterfassung. Aktuell ist es nur möglich Rundenzeiten zu erfassen. Gefahrene Runden, also wer als erstes, zweites usw. ins Ziel kommt wird durch die Streckenposten manuell gecheckt. Hier gibt es reichlich Nährboden für Fehlerquellen. Im eigentlichen Rennen konnte man uns nicht sagen wer als zweites und drittes, etc. ins Ziel gefahren ist. Sehr ärgerlich. Im finalen und zugleich interessantesten Rennen lief darüber hinaus etwas mit der Zeiterfassung schief – Rundenzeiten gab es demnach auch keine. Sehr ärgerlich.

Der Samstag Nachmittag im Karlsruher Kartcenter war ein gelungenes Event mit viel Action und Fahrspaß. Leider fehlt es dem Kartcenter noch etwas an technischer Professionalität, was sich negativ auf Rennambiente und dem letztendlichen Sinn eines Rennens negativ auswirkt – die Platzierung in einem Rennergebnis muss zuverlässig funktionieren! Laut Kartbahn Staff wird die Zeitmessung technisch verbessert. Eine zuverlässige Platzierung, für das Rennflair eine Startampel und ein Softwareupdate inkl. für den Fahrer einsehbarer Platzierung & Rundenzeiten würden das Kart Center deutlich aufwerten.


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