Paradies am Matterhorn

Malerische Bergwanderung im Aosta Tal in den italienischen Alpen. Anfangs eintönige Skipisten wandeln sich schnell zu schönen Wanderpfaden in alpiner Umgebung. Tolle Panoramen und flussdurchzogene Berglandschaften lässt die Wanderung zum Teil schon fast paradiesisch wirken.

  • Bewertung: ★★★★☆
  • Streckendetails: ca. 700HM, ca. 4 Std. ohne Pause
  • Schwierigkeitsgrad: Blau. Gut ausgebaute Forst- und Wanderwege. Ungefährlich. Achtung: Oberhalb des Croce Carrel (nicht Bestandteil dieser Tour) stark Steinschlag gefährdet
  • Tourcharakter: Karge, alpine Berglandschaften mit tollen Bergseen und grandiosem Parnorama, gepaart mit bachdurchzogenen Wiesenlandschaften
  • Ausgangspunkt: Breuil-Cervinie bzw. ab Plan Maison (mit der Gondel erreichbar)
  • Einkehr: Rifugio Orionde (direkt nach dem Aufstieg)
  • Abkürzungsmöglichkeiten: Von Rifugio Orionde über Cappella Caduti direkt zurück nach Breuil-Cervinia
  • Tipps: Wechselsocken einpacken! Beim Abstieg müssen Bäche je nach Wasserstand zum Teil knietief überquert werden
  • MTB tauglich: Ja. Empfehlung: Bikepark direkt bei Plan Maison
  • Hunde: Regelmäßige Wasserstellen machen die Tour besonders hundetauglich.
  • Kinder:In der Kraxe kein Problem. Ansonsten müssen etwas größere Kinder trittsicher sein. Diverse Stellen, wie z.B. die Bachdurchquerungen können rutschig sein.
  • Datum der Wanderung: 11.08.2012

Oberhalb von Plan Maison

Bei Breuil-Cervinia kann man das Auto kostenlos abstellen. Von dort aus sind es ca. 10 Minuten bis zur Gondel mit der man nach Einlösen des gekauften one-way Tickets bei Plan Maison (2547) mit der Tour startet. Anfangs bewegt man sich zum Großteil auf einer Pistenlandschaft die in der kalten Jahreszeit sicher stark von Wintersportlern frequentiert ist. Der Markierung 14 folgend bewegt man sich in Richtung Matterhorn Gipfel.

Wanderpfad Richtung Rifugio Orionde

Unterhalb einer Einkehr die nur im Winter geöffnet ist, steig man links in einen Steig ein auf dem man Flüsse überquert und an smaragdblauen Bergseen vorbei wandert. Dem Wer immer folgend hat man auch einen Großteil der Höhenmeter hinter sich gebracht. Praktisch das sich hier auch die Einkehr Rifugio Orionde befindet bei der man sich etwa mit einer selbst gemachten Minestrone stärken kann. Genügend Kleingeld mitnehmen. Hier sind nicht nur die Suppen gut gesalzen.

Nach der Einkehr geht es noch mal 120 Höhenmeter weiter auf zum Gipfelkreuz des Croce Carell. Die karge Gesicht der Landschaft wird total interessant. Viele bunte Steine mischen sich unter die Felsen des Gebirges. In Richtung Tal eröffnet sich ein tolles Panorama.

Blick auf Talort Breuil-Cervinia

Karge Landschaft in Richtung Croce Carrel

Zurück geht es wieder vorbei am Rifugio Orionde. Hier hält man sich stetig am Forstweg, der auch der Belegschaft der Einkehr als Zufahrt dient. Viel interessanter wird es, wenn wir vom Forstweg in den den Steig mit der Markierung 35 abzweigen. Die Landschaft sieht fast schon unberührt paradiesisch aus. Unerklärlich wieso hier so gut wie keiner entlang wandert.

Wegmarkierung 35

Die Orientierung ist absolut anspruchslos, hier kann der Berg völlig entspannt bewandert werden ohne sich Gedanken machen zu müssen. Malerisch begleitet einen Gebirgsflüsse die es zum Teil auch ohne Brücke zu überqueren gilt. Ein kleiner Kammweg führt hinab zu einer Schleuse die die Wassermassen für den Talort wohl benutzbar macht. Sehr interessant, dass man komplett über die ganze Anlage wandern kann.

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Alle anderen Wegmarkierungen und Abzweigungen ignoriert, erreicht man nach 6, 7 Stunden wieder den Talort Breuil-Cervinia. Wir wären nicht in Italien wenn es nicht in 5 Minuten Entfernung eine sehr leckere Pizza gibt bei der wir uns über den tollen Tag austauschen.

Perfekte Tour für alle bergwanderbegeisterten. Technisch wenig Anspruchsvoll aber landschaftlich einmalig.

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