Garda & Idro See Italien: Video und Infos zum Outdoor- und Gourmet Eldorado

Wer sich einen sportlichen Überblick über die Region verschaffen möchte, der kann gleich sich gleich das Video anschauen in dem ihr einen Eindruck bekommt was die beide Seen im Fokus Outdoor zu bieten haben.

Die italienische Provinz Brescia bietet neben mediterranem Klima ausgezeichnete Outdoor-Möglichkeiten und ein Fest für den Gaumen. Ob Mountainbiker, Wanderer, Wassersportler oder Kletterfreak – hier bleibt kein Sportlerwunsch offen. Gourmets können sich über lokale Köstlichkeiten freuen die von lokalen Weinen (Bardolino) über lokalen Käse (Bagoss) bis hin zu allen italischen Klassikern reichen. Dieser Bericht und das Video geben euch einen kleinen Überblick über 2 Tage Sport und Genuss am Lago di Garda und Lago di Idro.

Um die Zeit bei der Anreise nutzen zu können, habe ich mich dieses mal für den Zug entschieden. Über Basel, Brig und Mailand kann man dabei sogar komplett bis zum Gardasee kommen. Problemlos und gechillt. Vor Ort ist man jedoch auf ein Auto angewiesen um zum letztendlichen Ziel zu gelangen. Mit ein Grund wieso die meisten Besucher mit dem Auto anreisen. Wer aus Richtung Norddeutschland kommt für den ist sicher die dritte Alternative interessant. Mailand wird von allen großen Flughäfen angeflogen, von dort aus sind es 2 Stunden bis zum Idro See und noch mal ca. 45 Minuten zum Gardasee.

Der Gardasee ist Italiens größter See und bekannt für sein ausgedehntes sportliches Portfolio. Infrastrukturell völlig erschlossen und auch für den weniger sportlichen Urlauber, je nach Ort, bestückt mit ausreichend Bars und Diskotheken. Optimales mediterranes Klima schmücken ihn mit Olivenbäumen, Palmen und alles was zu einem richtigen Urlaub gehört.

Der Idro See steht dabei etwas im Schatten seines großen Bruders. Sehr urig und viel ruhiger geht es dort zu. Der See darf hier z.B. auch nicht von Booten mit über 12PS befahren werden. Gut für entspannende Ruhe, jedoch eingeschränkte Wassersportmöglichkeiten – Wakeboarden ist so z.B. nicht möglich. Der touristische “Trubel” hält sich hier auch in Grenzen. Etwas kühlere Jahresdurschnittstemperaturen verleihen ihm weniger mediterranes Flair als der große Bruder. Sportlich bietet aber auch der Idro See sehr ausgedehnte Möglichkeiten.

Den ersten Tag verbrachte ich mit 5 weiteren Outdoor gleichgesinnten am Idro See. Mit Nadja -nomadearth.com-, Mario -schoenebergtouren.de-, Hendrik -hikinginfinland.com-, Axel -outdoorseite.de- und Michael -mountainzones.com- freuten wir uns auf einen ausgefüllten Tag mit Kanu, Klettern und Mountainbiken.

Übernachtet haben wir bei Villaggio Tre Capitelli. Kleine Apartments, direkt am See. Die Apartments waren groß genug und sauber. Kurios fand ich, dass in meiner Dusche der Duschkopf auf dem Waschbecken lag, anstatt am Duschschlauch. Das obwohl die Besitzer eigentlich wussten das sich hier ein Blog Journalist einbucht der darüber berichten wird. Ich denke, dass dieser Defekt bei Beanstandung schnell repariert worden wäre, aber dafür war zu wenig Zeit. Das Personal war sehr freundlich, familiär. Das Restaurant war einwandfrei. Das Frühstück schön italienisch. Sehr guter Kaffee, gute Wurst und Marmelade. Brötchen lassen außerhalb Deutschlands immer zu wünschen übrig – aber das ist normal. Das 6 Gänge Abendessen war ebenfalls sehr lecker.

Morgens erkundeten wir den Idro See mit Kanus. Alternativ kann hier auch ein Motorboot gechartert werden. Leo and Claudia Meiseleder bieten bei surfpoint.it neben dem Verleih auch Surfkurse an. Wer hier einge Tage verbringen will um Surfen zu lernen für den bietet sich das direkt anliegende Azur Camping an. Neben Zeltplatz und Apartments werden hier auch Sport Events und ein Bike Verleih angeboten. Wer beim eher gemächlichen Kanufahren noch etwas Nervenkitzel haben möchte, sollte sich von Leo die Stelle zeigen lassen an der man von einer ca. 6 Meter hohen Klippe springen kann (siehe Video).

Mittagessen hatten wir bei Ristorante da Genny das zu dieser Zeit völlig unbesucht war. Für uns jedoch ohne befindlichen Grund – das Essen war hervorragend. Evtl. lag es am Wetter, es war grau und es nieselte. Unsere Klettertour stand auf der Kippe, fand aber nach Wetterbesserung dann doch statt.

Immer wenn es ums Klettern ging war Gudio von liberavventura.it unser Guide. Er brachte uns Know-How für Klettersteige bei und gab uns einen Einsteigerkurs bez. Abseilen und Klettern. Alles direkt am Idro See mit atemberaubenden Ausblicken. Beeindruckend. Nach dem Kletternachmittag ging es auf dem Mountainbike zurück ins Apartment. Die Mountainbiketour hat nicht annähernd das Potential des Idro See´s angekratzt. Nach Recherchen brauchen die Trails rund um den Idro sich nicht vor den Gardasee Trails zu verstecken. Otto-Normal-Mountainbiker hat aber sicher auch rund um den See mit dem Bike Spaß.

Das Paragleiten am zweiten Tag wurde ebenfalls von www.liberavventura.it organisiert. Der Tandemsprung bringt einen in der Vogelpersketpive über den Idro See. Wer hier noch Nerven hat kann sich vom Guide auch gerne noch in diverse Flugmöver verwickeln lassen. Ein absolut abgefahrenes Erlebnis. Guied & Orga – einwandfrei.

Weiter ging es zum einzigen Kletterpark am Garda See. Nachdem Kletterparks in unserer Region in Süddeutschland einen extremen Boom hinlegten, ist dieses Abenteuer nichts bersonderes für einen (süd)deutschen Urlauber. Daneben ist er verglichen mit unseren Parks deutlich kleiner. Auf Nachfrage hieß es, dass es in der Gardasee Region zu wenig Bäume gibt für solche Projekte. Diverse Rodungen in der Geschichte Brescias trugen entsprechend dazu bei. Wer jedoch Spass hat an Kletterparks, der wird auch hier gerne Klettern gehen.

Der absolute Kick verspricht die Canyoningtour, ebenfalls organisiert von liberavventura.it. Unser drei Stunden Trip hatte es in sich. Mehrere Sprünge, einige Rutschen und regelmäßig abseilen. 3 Stunden Fun und Nervenkitzel pur. Der Höhepunkt der Tour ist ein 50 Meter Abgrund auf dem man erst ca. 20 Meter rutscht und sich danach 30 Meter abseilt. Bei dieser Tour handelt es sich wohl um die Tour die am meisten Fun bringt – wer genau diese Tour machen möchte kann sich gerne aus diesen Artikel beziehen. Einfach Guido auf “presstrip pureoutdoor.de” ansprechen. Generell ist Canyoning einer meiner Lieblingssportarten. Ich kenne keine andere Sportart bei der man so abgeschieden in der wilden Natur unterwegs sein kann, mitten in einer Gebiergsspalte. Wahnsinn.

Es galt zwei Tage Action am Fließband zu verarbeiten und dazu hatten wir eine perfekte Gelegenheit in einem absolut urigen Restaurant das ich jedem Leser empfehlen kann, das Al Lambic. Das Restaurant befindet in den Gewölben der hauseigenen Schnapsbrennerei, zwischen alten Fässern und antiken Arbeitsgeräten. Das Essen ist durchaus extravagant, der hauseigene Grappa für Kenner sicher ein Genuss. Einzig und allein die Beleuchtung im inneren hat noch etwas Potential – es ist viel zu hell ausgeleuchtet, weswegen meiner Meinung nach die Atmosphäre etwas leidet. Wer übrigens doch lieber gerne im Freien sitzen möchte kann im “Vorgarten” Platz nehmen, der neben ebenfalls toller Atmosphäre auch viel schöner beleuchtet ist.

Die Region Brescia bietet für alle was. Mit dem Fokus Outdoor kann man sich hier allen erdenklichen Herausforderungen stellen. Die optimale Lage zwischen den Alpen und der Po Ebene bieten auch für Genießer optimale Urlaubsbedingungen.

Kommentare