Unterwasser iPhone Case



– Preis nur 19,90€
– Maße 124x79x22
– Gewicht: 150g (ohne Kopfhörer)
– Für viele Geräte verwendbar
– Inkl. Unterwasserkopfhörer
– Hersteller leider nicht vertrauenserweckend
– Wasserdicht auch im Stresstest

Auf der Suche nach einem wasserdichten Case für mein iPhone 4 bin ich bei Google Recherchen auf den Anbieter Pearl gestossen, der mir ein Testexemplar des wasserdichten iPhone Case der Firma Somikon zur Verfügung gestellt hat. Das Case sollte u. a. bei Rafting- oder Canyoningtouren mein iPhone vor Wasser und Erschütterungen schützen, wobei ich hierbei nicht auf Video und Fotofunktionalitäten verzichten möchte. Ob man das alles für nur 19,90€ haben kann, zeigt euch dieser Test.

Der erste Blick auf die Verpackung des Cases ist leider wenig vertrauenserweckend. Auf der Vorderseite der Verpackung ist von 10m Wasserdichtigkeit die Rede, auf der Rückseite sind 25m angegeben. Der Pearl Vertrieb bedankte sich für den Hinweis und informierte mich über eine 10 Meter Wasserdichtigkeit. Ein wirklich krasser Fehldruck auf der Verpackung – das sieht man selten.

Das Case wird ohne Anleitung geliefert. Die Informationen beschränken sich lediglich auf die Informationen der Verpackung, sowie einem beiliegendem Infoblatt seitens Perl mit den genau den Informationen, die man bereits auf der Perl Homepage nachlesen kann.

Ausgepackt liegt das Case etwas überdimensional in der Hand. An den Außenseiten ist der Schließmechanismus angebracht, der die 2 Rahmenteile miteinander verbindet und sichert. Die Ober- und Unterseite wird transperent durch einen Vinyleinsatz vor Wasser geschützt, durch die das iPhone auch problemlos bedient werden kann. Auf der Rückseite ist der Anschluss für den Kopfhörer angebracht, der mit einem Kabel auf einen 3,5mm Klinken-Stecker wasserdicht ins Innere führt. Hier liegt darüber hinaus ein Schaumstoffinlay bei, das eueren wertvollen Inhalt vor Schlägen schützt. Ein Stroßschutz für die Vorderseite, also der Displayseite, fehlt. Das Schaumstoff-Inlay füllt nicht die gesamte Rückseite aus, so sind auch Bilder mit eingelegtem Stoßschutz möglich. Alle Teile sind komplett aus Plastik, von Gummiriemen, Dichtungsringen o.Ä. keine Spur.

Der Rahmen lässt sich anfangs recht schwierig abziehen, was nach einiger Eingewühnung jedoch besser von der Hand geht. Den Verschluss bekommt man nur vollständig geschlossen, wenn die Rahmen richtig aufgesetzt sind. Es gibt eine Ober- und Unterseite die man beim genauen Hinschauen durch eine Abhebung und Einkerbung im Rahmen erkennen kann. Diese Infos wären in einer Bedienungsanleitung sehr gut aufgehoben gewesen. In ersten Unterwassertests fiel das Case durch, da es nicht korrekt verschlossen war.

Nach der fehlerhaften Information auf der Verpackung und der wirklich sehr schlichten Umsetzung wagt man zu bezweifeln, dass das ganze funktionieren soll. Ob dem so ist, zeigt euch der…

Praixistest

Da ich (leider) nicht für jeden Equipment Test eine Canyoning Tour machen kann, habe ich versucht entsprechende Belastungen zu simulieren. Ein Freibad in der Nähe sollte hierzu ausreichend Möglichkeiten bieten. Da ich bisher noch kein Vertrauen zum Case gewonnen habe, wurden erste Tests mit einem trockenen Taschentuch gefahren.

Die Belastungen im Bad beinhalteten:

– Einfaches Eintauchen in Wasser bis 1,30m
– Schwimmen mit dem Gerät in der Hand
– Schwimmen mit dem Gerät in der Shorttasche
– Wasserfallsimulation durch Wasserpilz, wobei ich das Gerät in der Hand hielt und zusätzlich im Wasser direkt unter dem Wasserfall unter Wassereinschlägen treiben ließ
– Rutschen mit dem Gerät in der Hand mit entsprechendem Aufprall

Diese Tortur bestand das Case bedenkenlos. Das Taschentuch konnte völlig trocken aus dem Case genommen werden, kurz gesagt das Case ist auch unter entsprechender Belastung wasserdicht.

Das Vertrauen war groß genug um mein Apple Smartphone ins Case zu legen um erste Unterwasserbilder aufzunehmen. Beim Untertauchen mit aktiver Videokamera, nahm das Gerät überraschend gute Bilder auf (im Testvideo aber leider falsch herum). Der Touchscreen ist unter Wasser nicht bedienbar, demnach können unter Wasser keine Photos geschossen werden.

Sehr witzig fand ich den Einsatz der Unterwasserkopfhörer die ebenso einwandfrei funktionierten. Wer beim Schwimmen Langeweile hat, der kann sich problemlos auch beim Kraulen ein Hörbuch anhören oder seiner Sportmusik lauschen. Sogar beim Tauchen wurde Musik anstandslos übertragen.

Fazit

Das Somikon Case ist ein Zubehör aus dem unteren Preissegment, was der Funktionalität jedoch keinen Abbruch macht. Alle Besaltungstest wurden trocken überstanden – definitiv die wichtigste Eigenschaft eines wasserdichten Cases.

Die ungenauen Angaben vom Hersteller, die fehlende Anleitung und die schlichte Verarbeitung wecken jedoch nicht unbedingt vertrauen. Mit ein wenig mehr Zuverlässigkeit vom Hersteller würde das Case einen besseren Eindruck hinterlassen.

Dennoch erfüllt es seinen Zweck und schont mit 19,90€ den Geldbeutel. Bei ausgedehnten Tauchgängen, mit dem iPhone im Case, könnte ich jedoch ehrlichgesagt nicht entspannen. Zum Schutz vor Spritzern & Co. bei Touren auf dem Wasser wird es definitiv zum Einsatz kommen. Wenn es mit der Displayseite zum Körper hin getragen wird, wirkt das Schaumgummiinlay von der Rückseite schützend.

Das Case ist übrigens für alle elektronische Geräte mit den passenden Maßen einsetzbar. Palm, Blackberry oder iPod User haben demnach auch die Möglichkeite ihre Geräte auf entsprechenden Touren geschützt mit an Bord zu haben.

In einem ersten EQ-Test Video könnt ihr euch erstmals bewegte Bilder zum Equipment anschauen:


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